Ziele 

PDF-Logo - Ansprache des Vorsitzenden des Vorstandes

Der Deutsche Sozialrechtsverband wurde am 3. Februar 1965 in Essen als Deutscher Sozialgerichtsverband gegründet. Er dient der Pflege des Sozialrechts in Wissenschaft und Praxis. Im Mittelpunkt steht das Recht der Sozialleistungen, die von den Sozialversicherungsträgern, dem Staat sowie den Gemeinden und Gemeindeverbänden an die sozial zu sichernden und zu fördernden Personen erbracht werden. Mit der 1982 vollzogenen Umbenennung in Deutscher Sozialrechtsverband war keine Neuorientierung der verbandlichen Zwecke verbunden. Vielmehr sollte damit dem Missverständnis berufsständischer Orientierung vorgebeugt und die sachbezogene Zielsetzung auch äußerlich zum Ausdruck gebracht werden.

Der angesprochene Rechtsbereich ist für die ganze Bevölkerung von größter Bedeutung: für die, die sozial gesichert und gefördert werden; für die, welche die Mittel aufbringen; für die, die in ihrer Person die sozial notwendigen Leistungen erbringen; und für die, welche die Gesetze gestalten und - verwaltend und rechtsprechend - vollziehen. Für alle diese Beteiligten soll der Verband ein Forum für den notwendigen offenen Meinungsaustausch bieten.

Die wissenschaftliche Durchdringung des Sozialrechts hat immer wieder Schwierigkeiten, mit der raschen Entwicklung des Rechtsgebietes Schritt zu halten. Es bedarf der größten Anstrengung, der Praxis, dem Studium und der Forschung auf dem Gebiet des Sozialrechts das notwendige gute, systematisch leitende literarische Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen. Der vielfältige Realitätsbezug des Sozialrechts bedingt zudem, dass Sozialrechtswissenschaft sinnvoll nur interdisziplinär und im Austausch mit der Praxis betrieben werden kann. Der Deutsche Sozialrechtsverband hat sich diese Aufgabe zentral gestellt. Er will generell die Sozialrechtswissenschaft fördern. Insbesondere will er dabei den Kontakt zwischen verschiedenen Bereichen der Praxis und zwischen Wissenschaft und Praxis auf allen Gebieten des Sozialrechts verstärken. Er denkt dabei nicht nur an die juristische, sondern auch an die medizinische, ökonomische und sozialwissenschaftliche Seite. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands gewinnen diese Aufgaben eine besondere Bedeutung.

Die Problemsicht kann nicht dabei in nationalen Grenzen verharren. Der Vergleich der nationalen Sozialrechtsordnung hat ebenso an Bedeutung gewonnen wie das europäische und internationale Sozialrecht.

Der Deutsche Sozialrechtsverband trägt in Arbeitstagungen, durch Veröffentlichungen und durch seine Schriftenreihe zur Förderung der anstehenden Fragen bei und fördert darüber hinaus wissenschaftliche Einrichtungen und wissenschaftliche Arbeiten.

 

Träger

Für die Wirksamkeit des Verbandes ist es besonders wichtig, dass seine Arbeit sowohl von Einzelmitgliedern als auch von den korporativen Mitgliedern getragen und gestaltet wird.

Als Einzelmitglieder gehören dem Verband u.a. Hochschullehrer, Richter - auch ehrenamtliche Richter der Sozialgerichtsbarkeit -, Angehörige der Ministerien und der einschlägigen Verwaltungen, juristische Mitarbeiter und sonst fachlich qualifizierte Persönlichkeiten der sozialpolitischen Verbände und Organisationen sowie Rechtsanwälte an.

Korporative Mitglieder sind Bund und Länder, Verbände der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber und der Behinderten mit sozialpolitischer Zielsetzung, Versicherungsträger und ihre Zusammenschlüsse, Ärztevereinigungen und andere sozialrechtlich kompetente Organisationen.

Der Mitgliedsbeitrag für Einzelmitglieder beträgt z.Z. EUR 30,00 jährlich. Der Mitgliedsbeitrag für korporative Mitglieder wird jeweils vereinbart. Die in der Schriftenreihe laufend erscheinenden Veröffentlichungen sind für die Mitglieder kostenlos.